Sonntag, 06. August 2006

Gedichte

Folgendes Gedicht ist einem Freund gewidmet, der leider bei einem Autounfall ums Leben kam, lest es gut durch, denn ich finde es ist eines meiner Glanzstücke, dass leider geschrieben werden musste!

Lernt daraus:

DON'T DRINK

AND DRIVE

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!



Gery

Am 27. 11. 05 um 400 Uhr Früh läutete mein Telefon,

ich wurde wach durch den lauten Klingelton,

ich dachte es wird schon nicht wichtig sein,

drückte auf lautlos und schlief wieder ein!


Um 1030 Uhr rief mich diese Nummer wieder an,

es war deine Mutter dran,

sie sagte mir du seiest beim Autounfall gestorben,

und ich sei als Letzte angerufen worden!


Ich machte mir Vorwürfe, denn ich hatte den Anruf nicht angenommen,

vielleicht wäre es dann nicht zum Unfall gekommen!

Vom Baby’O bist du um 430 Uhr in Richtung Langenrohr gefahrn,

doch leider war dort der Baustellenbereich der HL-Bahn!


Du fuhrst zu schnell und alkoholisiert,

hast die Kurve zu spät realisiert,

das Auto landete im 80cm Graben,

und hat sich leider überschlagen!


Du warst nicht angeschnallt und wurdest in zwei Teile gerissen,

deine Lebenskerze konnte nur noch erlischen!

Am 1.12. sind wir zu deinem Begräbnis in Großweikersdorf gekommen,

und haben alle von dir Abschied genommen!


Es spielte „Dieser Weg“ von Xavier Naidoo,

ich hoff du findest im Himmel zur Ruh!

In meinen Gedanken wirst du immer leben,

denn diese werde ich nie hergeben!


Es ging mir schlecht, du warst für mich da,

die Zeit mit dir war wunderbar!

Auf der OMV lernten wir uns kennen,

ich dachte nicht, dass wir uns so schnell trennen!


Im Pfiff haben wir mal viel Tequila getrunken,

ich konnte nicht mehr gehen, war zu betrunken!

Ich konnte nicht mehr, du hast mich heim gebracht,

und sagtest noch: „Wünsch dir ne gute Nacht!“


Oft wolltest du mich erschrecken,

in die Waschstraße stecken!

Hab dich geärgert, bin schnell gerannt,

landete dann im Brunnen, samt Gewand!


Du hast meinen Finger von dem engen Ring befreit,

mit den Worten: „Zwick ihn auf, auch wenn sie nein schreit!“

Ständig machten wir in der Werkstatt nur „an Schaß“,

hatten aber immer sehr viel Spaß!


Nach Wien sind wir gefahren, um Huren zu sehen,

doch nirgends sahen wir eine stehen!

Von der langen Fahrt ganz benommen,

sind wir um 600 Uhr Früh heim gekommen!


Du warst das erste bekannte Gesicht das ich nach Frankreich sah,

du freutest dich, ich war wieder da!

Irgendwann musste es ja geschehen,

und du mir deine Liebe gestehen!


Ich sei für dich der einzige Grund zu leben,

nur konnte ich dir mein Herz nicht geben,

es wollte jemand anderen haben,

das hat unsere Freundschaft zerschlagen!


Zuletzt haben wir uns im Snack gesehen,

du sagtest „Hallo“ und musstest gehen!

Ich weiß, ich hab dir dein Herz gebrochen,

wegen mir hast du dich sehr angesoffen!


Ich hab dir geschrieben, nichts kam zurück,

einige Zeit später geschah das Unglück!

Du hattest mich noch angerufen, ich hab auf lautlos gedrückt,

das hat mich einige Zeit sehr bedrückt!


Heute hat mir wer eine andere Perspektive gegeben,

mit der kann ich etwas besser leben:

„Von allen die er kennt, hat er zuletzt an dich gedacht!“

Das hat mich berührt und zum Weinen gebracht!


Ich hätte gern einiges anders gemacht,

oder zumindest mehr Zeit mit dir verbracht!

Ich denke dein Anruf war eine Art Abschied an mich,

durch dieses Gedicht denk ich immer an dich!


Dir zu Ehren hab ich es geschrieben,

in unser aller Herzen bist du geblieben!

Wo auch immer du bist, ich hoff dir geht’s gut,

und dass deine Seele im Himmel ruht!


Tulln, am 1. Jänner 2006

© Anja Buchinger



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Trennung


Wir standen uns nah,

bis das Unglück geschah!

Du willst dich von mir trennen

und mich nicht mehr kennen!


Was hab’ ich dir getan,

warum rufst du mich nicht mehr an?

Die harte Gegenwart ist da,

doch damit komm’ ich nicht klar!


Ich will dich bei mir haben

und dir noch soviel sagen!

Bitte, komm’ zu mir zurück,

denn nur du bist mein großes Glück!


Doch du hast dich für SIE entschieden,

willst dich nun mit mir bekriegen!

Warum tust du mir so weh?

Merkst du nicht, wie sehr ich fleh’?


Ich weiß, wie sehr ich dich noch mag,

mein Herz nimmt dich mit bis in mein Grab!

Ich wünschte, du wärst hier bei mir,

ich hänge doch so sehr an dir!


Willst du mir keine zweite Chance geben,

und die Zukunft mit mir erleben?

Ich weiß noch, wo wir uns das erste Mal sahen,

wie vertraut wir uns gleich waren!


In dieser Zeit konnte uns nichts erschrecken

und keiner uns aus unserem Traum aufwecken!

Doch nun kam SIE und nahm dich mir weg,

in meinem Herz ist ein schwarzer Fleck!


Mein Herz besteht jetzt aus zwei Teilen,

einer wird immer bei dir verweilen!

Du trampelst auf meinen Gefühlen umher,

das fällt dir scheinbar gar nicht schwer!


Eigentlich müsste ich dich hassen,

denn du hast mich brutal verlassen!

Doch mit Herzblut hab’ ich geschrieben:

Für immer werde ich dich lieben!


Tulln, am 27. Oktober 2004


© Anja Buchinger



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Kindesmissbrauch


Kennt ihr die Kinder, so lieb und fein,

müssen nicht einmal die eigenen sein,

denen fehlt das Recht auf normales Leben,

es wurde ihnen zwar bei der Geburt gegeben,


doch oft wird ihnen dies genommen,

von einem Menschen – bekannten oder frommen!

Sie sind Opfer, müssen die Gier der Erwachsenen stillen,

ganz gegen ihren eigenen Willen,


werden zu richtigen Sklaven gemacht,

der Täter über ihre Ängste lacht!

Sie werden wie Spielzeug benutzt, erleben Gewalt,

warum lässt das so viele Menschen kalt?


Sie erleben Todesängste, sind allein,

wir alle müssen ihre Beschützer sein!

Das Thema Kindesmissbrauch ist noch immer tabu,

schau nicht weg – sondern hör zu!


Tausende Kinder werden missbraucht,

ihre Unschuld schnell verraucht!

Muss das so sein?

Ich sage NEIN!


Die Kinder werden psychisch ruiniert,

ihr Leben für sie an Wert verliert!

Einmal missbraucht – sind sie gefangen,

müssen jeden Tag mit dem Trauma bangen!


Helft den armen Kindern – hört ihnen zu,

helfen wir zusammen – bekämpfen wir die Täter im nu!

Erst dann Kann es für die Opfer Frieden geben,

und die Kinder können ungestörte Kindheit erleben!


Tulln, am 4. Mai 2006

© Anja Buchinger


1 Kommentare:

Arne hat gesagt…

Wow, schönere Gedichte habe ich noch nie gehört!Du hast talent, das ist doch klar :-)
Finde du solltest auf jeden Fall weitermachen, die Gedichte sind echt schön :-)